Chronik des TuS Oberhausen

Ein Bild aus der Gründungszeit des Vereins.

Unser Verein  wurde bereits im Jahr 1921 geründet, mittlerweile haben wir ca. 600 Mitglieder, aufgeteilt in den unterschiedlichsten Abteilungen

wie Handball, Turnen, Balett sowie Tanz & Gymnastik.

 

Insgesamt hat der TuS Oberhausen acht Jugend- sowie vier aktive Mannschaften. Für Spaß, Training und unsere Spiele steht uns die Rheinmatthalle in Rheinhausen zur Verfügung.

Im Jahre 1932 gründeten junge sportbegeisterte Männer die Handballabteilung des TuS Oberhausen. Es war ein lang gehegter Wunsch, den Handballsport auch in Oberhausen ausüben zu können. Ein Wunsch, der seit nunmehr über 80 Jahren seinen Weg ging. Die damals ins Leben gerufene Handballmannschaft beteiligte sich noch im selben Jahr an den Punkt- und Freundschaftsspielen.

 

Der Gründermannschaft gehörten die Spieler Franz Blank, Theodor Blank, Josef Duri, Emil Merklin, Walter Maurer, Otto Wehrle, Franz Jehle, Emil Naas, Alfred Koch, Otto Maurer, Franz Großhans, Willi Früh und Hermann Jehle an.

 

Die Handballer waren in den 30er Jahren sehr aktiv und konnten 1932 und 1935 in ihrer Spielklasse die Meisterschaft erringen. Einen Rückschlag

erlebte der Handballsport in den Jahren, während der II. Weltkrieg die Welt in Angst und Schrecken versetzte. Auch die jungen Handballspieler wurden zu Wehrmacht eingezogen und somit wurde der Spielbetrieb in der Zeit von 1939-1945 jäh unterbrochen. Doch die anstrengenden Kriegsjahre gingen zu Ende und 1946 konnte der Spielbetrieb wieder aufgenommen werden.

 

In dieser neuen Nachkriegsmannschaft spielten: Josef Baumann, Josef Zeiser, Hans Wild, Kurt Oftringer, Anton Wild, Georg Gaß, Heinrich Franz, Franz Wild, Oskar Morgenthaler, Walter Moser, Walter Weichner, Kurt Maurer, Hermann Höldin und Hubert Troxler.

 

Diese Mannschaft schaffte dann sogleich den Sprung in die Zonenliga. Nach Auflösung der Zonenliga spielte der TuS Oberhausen sehr erfolgreich in der Landesliga. In den Jahren 1952 und 1953 erreichte die 1. Mannschaft hinter dem damaligen Konkurrenten TV Köndringen jeweils die Vizemeisterschaft. Mit dem Spieljahr 1955/56 qualifizierte sich der TuS im Hallenhandball für die südbadische Meisterschaft, die in Turnierform in Donaueschingen durchgeführt wurde. Anfang der 60er Jahre verpasste der TuS zweimal knapp den Aufstieg zur Großfeld-Oberliga. In diesen Jahren wurde die Jugendarbeit des Vereins intensiver betrieben, was dann im Jahre 1968 einen südbadischen Meister der B-Jugend unter Trainer Adolf Metzger einbrachte. Anschließend spielte die A-Jugend bis zum Jahre 1980 in der Landesliga und spielte dort eine beachtenswerte Rolle im Kampf um die Meisterschaften. In dieser Zeit waren die Erfolge der 1. Mannschaft spärlich gesät und eine lange Durststrecke musste durchlaufen werden. Viele talentierte Spieler verließen in diesen Jahren den Verein. Eine glückliche Hand hatte der neu gewählte Abteilungsleiter Klaus Moser

1964   1. Platz beim Straßenturnier

 

obere Reihe von links:

Konrad Trinkler, Klaus Maurer, Waldemar Zehnle, Hubert Hanselmann, Anton Hanselmann, Willi Gass, Trainer: Werner Maurer.

untere Reihe von links:

Karl-Heinz Höldin, Uwe Zehnle, Hugo Moser, Rolf Zehnle, Albrecht Troxler.

mit der Verpflichtung des in Südbaden bestens bekannten Spielers Karl-Heinz Schienle, dem das Amt des Trainers übertragen wurde. Nach bereits zwei Jahren konnte der erste große Erfolg verbucht werden. Bei den wichtigen Entscheidungsspielen gegen Waldkirch gewann die Mannschaft auch die Aufstiegsspiele gegen Steinen und Meßkirch. Ein großes Ziel war erreicht. Der TuS Oberhausen mit seiner 1. Mannschaft stieg in die Landesliga auf.

 

Der damaligen Meistermannschaft gehörten folgende Spieler an: Hugo Moser, Klaus Maurer, Gebhard Maurer, Hubert Hanselmann, Harald Huser, Klaus Moser, Klaus Schwendemann, Johann Schieble, Trainer Karl-Heinz Schienle.

 

Die Jugendspieler M. Ganter, Manfred Weichner, Franz Wild und Clemens Isele wurden als damalige A-Jugendspieler in den Entscheidungsspielen mit eingesetzt und trugen zum Erfolg dieser Mannschaft bei. Zum richtigen Zeitpunkt konnte sich die 1. Mannschaft mit Jugendspielern verstärken. Diese verjüngte Mannschaft steigerte sich in der Landesliga nochmals und konnte den stärksten Konkurrenten TV Brombach im entscheidenden Spiel besiegen.

 

Was zwei Jahre zuvor noch als Träume und Fantastereien belächelt wurde, war Wirklichkeit geworden. Der TuS Oberhausen spielte in der Verbandsliga Südbaden. Nach mäßigem Start belegte die Mannschaft im ersten Verbandsligajahr unter Trainer Schienle einen beachtlichen

6. Platz. Nach dieser Runde verließ einer der Träger dieser Erfolge den TuS. Der Trainer stand für die nächste Saison nicht mehr zu Verfügung. Mit dem ehemaligen rumänischen Nationalspieler George Pereteactu konnte aber ein weiterer guter Trainer für den Verein gefunden werden. Unter seiner Leitung konnte im zweiten Jahr der Zugehörigkeit zur Verbandsliga die Meisterschaft und damit der Aufstieg in Südbadens höchste Spielklasse, der Oberliga, erspielt werden. Dieser Erfolg wurde mit einem Freundschaftsspiel gegen den Deutschen Meister und Europapokalsieger TV Großwallstadt gebührend gefeiert.

 

Der Meistermannschaft 1981 gehörten an:

Hugo Moser, Clemens Isele, Heinz Blank, Theo Blank, Andreas Schwörer, K. Meier, Josef Kunzweiler, Bertram Wild, J. Kollmer, Albrecht Troxler, Kurt Moser, Uwe Zehnle, Manfred Weichner, Trainer George Pereteactu.

3. Mannschaft 1982

 

obere Reihe von links: Willi Gass, Josef Frank, Ernst Morgenthaler, Clemens Ansel, Klaus Maurer

 

untere Reihe von links: Johann Schieble, Manfred Weichner, Gebhard Maurer.

Anfang der 80er Jahre wurde auch der Damen - und Mädchenhandball beim TuS Oberhausen heimisch. Gespielt wurde fast nur noch in der Halle, das Großfeldhandballspiel rückte von Jahr zu Jahr in den Hintergrund. In Ermangelung einer Sporthalle mit internationalen Handballmaßen wurden alle Spiele zunächst in den Sporthallen Freiburg, Teningen und Waldkirch ausgetragen. Anschließend trug der Verein seine Verbandsspiele zuerst in der Breisgauhalle in Herbolzheim und ab 1975 in der Üsenberghalle in Kenzingen aus. Die Üsenberghalle in Kenzingen sollte für 14 Jahre die Heimat der Handballabteilung sein. Trainiert wurde jedoch weiterhin in der Festhalle Oberhausen, in der Kreissporthalle in Emmendingen und nach Fertigstellung der Kleinfeldanlage auf dem Sportplatzgelände.

 

Ein Meilenstein in der Geschichte des TuS Oberhausen sowie der anderen sportlichen sowie kulturellen Vereine Rheinhausens war die Einweihung der Rheinmatthalle im Jahre 1989. Dies war ein wichtiger Schritt für die weitere Entwicklung des Handballsports in unserem Verein. Mit dem Einlagespiel gegen den Bundesligisten TuS Schutterwald vor mehr als 1000 Zuschauern wurde die neue Heimstätte des TuS gebührend eingeweiht. Damit hatte der Verein eine hervorragende Trainings- und Wettkampfstätte erhalten, die seit dem Bestehen viele schöne Handballhighlights erleben durfte und auch nach dem Ende der Spiele zur Geselligkeit beitrug.

 

Die Handballer konnten in den letzten 20 Jahren eine Reihe von hervorragenden sportlichen Erfolgen im Jugend- und Aktivenbereich verbuchen und sich in Südbaden und weit über die Grenzen hinaus einen Namen schaffen.

 

Mit einer leistungsorientierten Jugendarbeit ist es dem TuS gelungen viele eigene junge Spieler zu integrieren und mit erfahrenen Spielern zu einer homogenen Mannschaft zu formen. Dies ist auch ein großer Verdienst unserer Jugend - und Aktiventrainer.

 

Viele Jugendspieler des TuS erhielten Einladungen für Auswahlmannschaften des Bezirks Südbaden und Süddeutschland. Zum Erfolg haben auch die vielen Fans beigetragen, die in der Rheinmatthalle und bei vielen Auswärtsspielen den TuS immer hervorragend unterstützten.

© TuS Oberhausen e.V. 2020